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Wissenswertes über Botox, Hyaluronsäure & Co.

Viele Anti-Aging-Wirkstoffe wie Botox oder Hyaluronsäure sind eher durch Zufall entdeckt worden. Nämlich als „Nebenwirkung“ einer medizinischen Therapie. Die populärsten Methoden und was dahinter steckt.

Die Fett-weg-Spritze: Phospholipide aus Sojabohnen werden eigentlich zur Behandlung eines erhöhten Cholesterinspiegels eingesetzt (meist oral eingenommen). Die brasilianische Ärztin Patricia Ritts spritzte den Wirkstoff (Handelsnahme: Lipostabil) dann probeweise in Fettansammlungen unter dem Augen, die sich auflösten. Ritts experimentierte weiter und setzte die Substanz schließlich auch bei Fettpölsterchen am Körper ein.

Vitamin-A-Säure (Tretinoin): Eigentlich als Mittel gegen Akne eingesetzt, zeigte sich schnell, dass die Substanz auch in der Lage ist, die Hautalterung zu verlangsamen und Lichtschäden zu reparieren, da es die kollagenabbauenden Enzyme hemmt.

Botox – schöne Nebenwirkung

Botulinum Toxin A: Ursprünglich zur Behandlung von Spasmen, bei Parkinson-Kranken und vermehrtem Schwitzen eingesetzt. Seit 2004 sind Botulinum-Toxin-A-Präparate in Deutschland auch im Kampf gegen Mimikfalten, besonders an der Stirn und um die Augen herum, zugelassen.

Hyaluronsäure: Sehr wirksam in der Therapie von Arthrose und Inkontinenz. Erst später wurde durch ein deutlich verjüngtes Knie nach einer Arthrose-Spritze mit Hyaluronsäure festgestellt, dass sich die Substanz auch wunderbar als Faltenfiller eignen würde.

Photodynamische Therapie: Bisher wurden Hautkrebspatienten mit diesem Mix aus einer Salbe und Licht behandelt. Vorteil der Therapie gegenüber anderer Bestrahlung oder Chemotherapie: Sie greift nur geschädigte, entarteten Zellen an. Wissenschaftler bemerkten, dass sich die Haut nebenbei auch deutlich verjüngte. Heute wird diese Therapie auch als Anti-Aging-Methode angewandt, da sie nur sonnengeschädigte Zellen eliminiert und gesunde Haut heil läßt.

SkinNova SC Technology: Von der Behandlung zur Hauterneuerung bei Brandopfern zur ultraverträglichen Gesichtscreme, die neuerdings dank einer zweiten Technologie sogar die Hautstammzellen aktivieren soll.

Propecia (Finasterid): Ursprünglich zur Behandlung einer vergrößerten Prostata, jetzt gegen erblich bedingten Haarausfall bei Männern im Einsatz.

 

Aufmacherfoto: iStock.com/Svetography

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