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Kann man Schönheit kaufen?

Was bedeutet eigentlich Schönheit und wer bestimmt, was als hübsch oder hässlich gilt? Eine Frage der modischen Trends, sagen die einen. Für andere ist es die zeitlose Symmetrie der Gesichtszüge und des Körpers. Was bedeutet Schönheit heute?

Die perfekte Nase, der perfekte Mund, die perfekten Körpermaße – das jeweilige Schönheitsidealideal ist heute käuflich.  So kann aus einem Menschen eine lebende Barbie werden – Valeria Lukyanowa macht es vor. Der Körper ist der Schnelllebigkeit und Beliebigkeit der Mode unterworfen, und Schönheit nach Maß ist (auch medial) allgegenwärtig. Das kann kurzzeitig faszinierend sein, ist im Ganzen aber langweilig und mainstreamig: Je alltäglicher das übliche Schönheitsideal wird, desto schneller verliert es auch seinen Reiz.

Schönheit versus Natürlichkeit

Da wundert es nicht, dass es Gegentrends zum schön operierten Körper gibt. „Das ist zum einen die Natürlichkeit als neues Auszeichnungsmerkmal“, erklärt die Dermatologin Dr. Ogilvie in einem Vortag vor 200 Fachärzten in Düsseldorf. Aussehen, als sei man ungeschminkt und vor allem nicht mit Botox oder Fillern behandelt, dass ist aus ihrer Praxiserfahrung ein neuer Trend und passt zu den Einschätzungen der Fachärztin für Plastische und Ästhetische Chirurgie Dr. Caroline Kim. In ihrem Vortrag „The Perfection of Nature – die Formel der Schönheit“ beschreibt sie, dass vor allem die Proportionen und Konturen eines Gesichts darüber entscheiden, ob jemand als attraktiv empfunden wird. „Natürlichkeit ist der neue Standard. Dementsprechend sollen Gesichter auch nach einem operativen Eingriff möglichst ‚ungemacht’ aussehen.“

Individualität als Schönheitsideal

Neben dem Trend zur Natürlichkeit beobachten Kultur- und Zukunftsforscher seit einiger Zeit auch den Trend zur Individualität. Nach diesen Erkenntnissen gibt es nicht mehr das eine Schönheitsideal, wie es etwa Brigit Bardot in den 60er Jahren verkörperte. Vor allem in der Facebook-und Instagram-Generation gilt eher derjenige als schön, der sich ständig wandelt. Alles, was zum Hingucken reizt wird positiv bewertet – auch wenn es eigentlich gar nicht schön ist, sondern in erster Linie auffällig. Ein Beispiel dafür ist die Karriere des Models Winni Harlow. Als Kind wurde sie wegen der Pigmentstörung Vitiligo als Kuh oder Zebra bezeichnet, heute ist sie ein international erfolgreiches Model.

Megatrend Gesundheit

Außerdem sind Schönheit und Gesundheit immer enger miteinander verbunden. Dr. Kim postuliert: „Schön sein heißt vor allem gesund aussehen. Dazu gehört eine pralle Haut und ein straffer Körper.“ Da wundert es nicht, dass in den Laboratorien der Beauty-Industrie pausenlos nach neuen Wirkstofflösungen geforscht wird, worüber wir regelmäßig berichten.

Und für die Treatments beim Beauty Doc gilt: Immer mehr Menschen entscheiden sich für sanfte, minimalinvasive Methoden, wenn sie ihr Aussehen optimieren möchten. Denn eines ist klar: Wir alle wollen möglichst lange so aussehen, wie wir uns fühlen, und das sind laut Umfragen im Schnitt 15 Jahre weniger, als es in unserem Pass dokumentiert ist.

Aufmacherfoto: Unsplash.com/Janko Ferlic

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