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Schlaf ist der neue Sex

Dass Schlafen der neue Sex ist, behauptet die amerikanische Futurologin Marian Salzman. Eine vollmundige Behauptung. Dass Schlaf uns sexy und jung macht ist allerdings bewiesen.

Bekannt geworden ist die Amerikanerin, weil sie den Begriff „metrosexuell“ für Männer erfunden hat, die sich die Hände maniküren oder Kajal benutzen. Jetzt postuliert sie: Ein paar Stunden allein im Bett – das schlage doch jeden Orgasmus. Tatsächlich?

Zumindest wird auf Partys und Events immer öfter über die Qualität von Schlaf und Betten – ob zu Hause oder im Hotel – gesprochen. In den Ritz-Carlton-Hotels sind die Betten anscheinend so bequem und gemütlich, dass man sie wegen riesiger Nachfrage jetzt auch für das eigene Heim bestellen kann. Außerdem gibt es in Luxushotels immer häufiger spezielle „Pillow Menus“ mit einer großen Auswahl. Denn Kissen ist nicht gleich Kissen! Im Gegensatz zu herkömmlichen Baumwollbezügen haben beispielsweise Seidenkissen viele Vorteile: sie verhindern das Austrocknen der Haut, die Bildung von Falten („Knautschzone“) und das Verfilzen der Haare. Wichtig ist auch Form und Füllung der Kissen. Perfekt gegen Knitter im Gesicht: ein relativ festes und flaches Nackenstützkissen aus Latex oder sogenannten „Memory Fasern“. Das österreichische Traditionshaus Hefel hat mit „My Face“ neben Kissen für Bauch- oder Seitenschläfer sogar ein spezielles Beauty-Kissen entwickelt. Zum Trend passen außerdem luxuriöse Bettdecken auf Cashmere-Basis. Bei Hefel gibt es diese sogar mit eingearbeiteten, goldbeschichteten Energiescheiben. Die sollen zu einem ausgeglichenen Energiefeld und damit zu einem tiefen und erholsamen Schlaf helfen. Ob das funktioniert ist allerdings wohl ein Stück weit Glaubenssache…

Im Schlaf läuft ein Repair Programm

Tatsache allerdings ist, dass tiefer Schlaf immer noch eines der wichtigsten Jungmacher ist. In der Nacht läuft nämlich ein wirksames Repair-Programm. Verantwortlich für diesen Prozess sind vor allem Hormone. Der Effekt ist wirksames Anti-Aging: der Puls wird heruntergefahren, die Körpertemperatur sinkt, der Organismus entspannt sich und sammelt neue Kräfte. Nur die Zellen arbeiten jetzt auf Hochtouren: Beim nächtlichen Reparatur-Programm wird das Wachstumshormon HGH (Human Growth Hormon) ausgeschüttet, das die Regeneration des gesamten Organismus unterstützt. Zusätzlich bekämpft Melatonin freie Radikale, die für Alterungsprozesse verantwortlich sind. Sauerstoffmoleküle aus dem Blut wandern ins Gewebe und werden für den Energiestoffwechsel und die Synthese neuen Biomaterials benötigt. So lassen sich über Nacht die Energiespeicher wieder neu auffüllen, aber auch schädliche Stoffe gut abbauen. Schlafen ist vielleicht nicht der neue Sex, aber ganz sicher eines der besten Anti-Aging-Mittel überhaupt.

 

Foto: Svyatoslava Vladzimirska/Shutterstock.com

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