Health

Zeit für einen Ölwechsel – wie Öle jung halten

Der „Ölwechsel“ im Körper ist in Sachen Anti-Aging eine gute Grundlage. Er verspricht schönere Haare, einen frischen Teint, feste Nägel aber auch gesündere Bänder und Gelenke. Manche Öle können sogar gegen Viren helfen und schädliche Stoffe neutralisieren.

Die Wichtigste Empfehlung vorweg: „Öle gehören grundsätzlich nicht in die Pfanne,“ erklärt Ernährungsexpertin Ursula Schöller und begründet: „Fette die erhitzt werden, sollten eine stabile Struktur haben, das heißt gesättigt sein. Nur so kann man sicher gehen, dass ihre molekularer Aufbau bestehen bleibt und sich keine Transfette oder weitere gesundheitsschädigende Substanzen entwickeln.“ Zum Erhitzen empfiehlt sie Kokosfett (gibt’s auch geschmacksneutral!) oder Ghee (geklärte Butter), beides kann man bedenkenlos hoch erhitzen und der Körper leicht verstoffwechseln.

Neben dem wertvollen Olivenöl, das in Bezug auf Omega3 und Omega6 neutral ist, aber wertvolle einfach ungesättigte Fettsäuren liefert, sind die Öle wie Sesam, Walnuss, Avocado, Argan, und Kürbiskern sparsam, beispielsweise in der Salatsauce oder beim Gemüsedip einzusetzen. Die Ernährungsberaterin ergänzt: „Olivenöl könnte man zumindest auch leicht erhitzen, es wäre aber schade um die guten Ölsäuren, die je nach Sorten mal weniger mal mehr enthalten sind und ihre eigenen positiven Eigenschaften für unsere Gesundheit entfalten.“

Öl als Booster für die Zellerneuerung

Um die Zellerneuerung im Körper richtig geschmeidig laufen zu lassen ist auch das Leinöl (das gute, gekühlt aus dem Bioladen oder Reformhaus!) ein Muss. Schöller: „Bitte zwei Esslöffel pro Tag – das liefert uns die wichtigen Omega3 Fettsäuren. Diese bilden von Innen eine Schutzschicht, so dass die Haut weniger austrocknet und Falten bildet. Das Omega3 wirkt Entzündungen entgegen und verhindert so, dass Zellen schneller absterben.“ Leinöl kann ins Müsli eingerührt oder beispielsweise vermischt mit Avocado, Zitrone, Salz und Pfeffer als Dip zu Pellkartoffeln verwendet werden. Mit der Avocado hat man dann auch gleich eine extrem basische Vitamin E Quelle.

Ein echter Jungbrunnen ist das Arganöl, das viele als Zusatz in der Kosmetik, beispielsweise im Shampoo oder in der Bodylotion kennen. Mit seinen 80 Prozent ungesättigten Fettsäuren spielt Argan-Öl eine entscheidende Rolle für gesunde Zellen, aus denen letztlich Haut und Haare entstehen. Es dient nebenbei als natürlicher Hautbefeuchter. Die wertvollste Fettsäure im Arganöl ist die Linolsäure. Diese ungesättigte Fettsäure aus der Omega6-Gruppe unterstützt die Funktion von Organen, mindert Entzündungen und hält die Darmschleimhaut gesund. Haut und Haaren spendet Linolsäure Elastizität und Vitalität. Dabei macht sie sich wie eine Schutzbarriere gegen schädigende Umwelteinflüsse stark und schützt vor dem Austrocknen. Auf diese Weise beugt sie sowohl der Faltenbildung als auch Haarbruch vor.

Phytosterine (Sterine, die hauptsächlich in fettreichen Pflanzen vorkommen, sorgen für den Halt der Zellmembran) haben einen außerordentlichen Pflegeeffekt. Als biochemisch wirksame Pflanzenstoffe aktivieren sie den Hautstoffwechsel und tragen zur Feuchtigkeitsspeicherung in den Zellen bei. Diese sekundären Pflanzenstoffe des Arganöls halten Herz, Leber und Galle gesund, neutralisieren schädliche Stoffe, bekämpfen Viren und sollen sogar gegen das HI Virus aktiv werden. Verzichten (oder sehr sparsam einsetzten und nicht mehr neu kaufen) sollte man laut Schöller auf: Mais,- Sonnenblumen-, Raps- (wenn nicht extra kalt gepresst), Soja,- Distel-, sowie Haselnussöl.

 

Text: Bettina Sewald
Aufmacherfoto: ifong/Shutterstock.com

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