Case Studies

Lippenvergrößerung mit Hyaluronsäure

Das Alter macht auch nicht vor den Lippen Halt – deswegen will sich Patientin Sarah Peters (*Name von der Redaktion geändert) einer Unterspritzung unterziehen. Die 46-Jährige stört, dass ihre Oberlippe alterungsbedingt schmaler geworden ist. Zudem fällt ihre Oberlippe rechts etwas ab. „Diese leichte Asymmetrie sieht man vor allem auf Fotos“, sagt sie und findet, „dass das einfach nicht so schön aussieht“.

Mit dem Wunsch, ihren Lippen wieder mehr Volumen zu geben und dabei das leichte Ungleichgewicht zu beheben, kommt sie zu Dr. Simone Hellmann, Fachärztin für Plastische und Ästhetische Chirurgie in der H Praxis in Köln. Ziel der Behandlung ist der definierte Wiederaufbau der Lippe – ohne unnatürlichen Schlauchboot-Effekt. „So wollte ich auf keinen Fall aussehen“, betont Peters.

Auch wenn Lippenvergrößerungen zu den häufigsten ästhetischen Eingriffen gehören, bleibt die Lippe eine schwierig zu behandelnde Region. Vor allem das harmonische Verhältnis von Ober- und Unterlippe muss beachtet werden, ansonsten kann leicht ein unschöner „Entenschnabel“ entstehen. Dies bedeutet, dass die Unterlippe immer mitbehandelt werden muss, auch wenn der Fokus auf der Oberlippe liegt. Technikfehler sowie falsch verwendetes Material führen schnell zu einem unsauberen Ergebnis. Um ein optimales Resultat zu erzielen sind daher Expertise und hervorragende Materialien unabdingbar.

Vollere Lippen, verbesserte Konturen

Die Behandlung beginnt zunächst mit einer intensiven Besprechung. Für Peters eine positive Erfahrung: „Ich habe mich super aufgehoben und verstanden gefühlt“, sagt sie. Sie erzählt der Ärztin, was sie sich vorstellt: vollere, frischere Lippen sowie verbesserte Konturen mit einer klaren Weiß-Rot-Abgrenzung. Die Ärztin macht der Patientin daraufhin einen Behandlungsvorschlag. Als Füllmaterial stehen zwei Hyaluron-Präparate mit jeweils unterschiedlichem Effekt zur Auswahl: Während das eine Präparat vor allem Volumen erzeugt, eignet sich das andere für eine klare Definition der Lippe. Eigenfett kommt für die Patientin aus zweierlei Gründen nicht infrage: Zum einen stellt dieser Eingriff eine Operation dar, denn das Eigenfett muss dem Körper vorab operativ entnommen und danach entsprechend aufbereitet werden. Zum anderen liegen die Kosten mit 2000 Euro deutlich höher als bei der Unterspritzung mit Hyaluron (ca. 500 Euro). Patientin und Ärztin entscheiden sich gemeinsam für das definierende, konturgebende Hyaluron-Präparat.

Die Unterspritzung ist fast schmerzfrei

Die Behandlung beginnt daraufhin mit der Desensibilisierung des Lippenbereichs. Hierfür wird eine Betäubungscreme aufgetragen, die nach fünf Minuten wirkt. Im Anschluss beginnt die Unterspritzung. Für die Patientin ist nur der kurze Einstich der Nadel spürbar, ansonsten ist die Behandlung schmerzfrei, denn auch das Füllmaterial selbst beinhaltet ein Betäubungsmittel. „Das Pieksen ist wirklich völlig in Ordnung“, sagt Peters. „Ein bisschen wie beim Zahnarzt.“ Die Ärztin behandelt zunächst die Unterlippe und platziert hier zwei Injektionen, auf der Oberlippe vier. Um eine optimale Verteilung des Fillers zu gewährleisten, massiert die Ärztin danach die Lippen, auch von innen. Dieses präzise Einarbeiten des Präparats ist notwendig, um eventuelle Hyaluron-‚Knubbel’ beziehungsweise –Wülste auszuschließen.

Das Ergebnis hält bis zu zehn Monate

Die Behandlungsdauer ist mit etwa fünf Minuten sehr kurz. „Theoretisch hätte ich das auch schnell in meiner Mittagspause machen können“, lacht Peters. Das Betäubungsgefühl hält bis zu 60 Minuten nach der Injektion an, Schmerzen entstehen keine mehr. Nach der Behandlung gilt zu beachten, dass Sport für die nächsten 24 Stunden nicht erlaubt ist. Der Grund hierfür ist, dass Bewegung eine zu starke Durchblutung der Lippen bedingen und die Lippen zusätzlich anschwellen lassen würde. „Zuerst sieht man ja schon ein wenig so aus, wie man nicht aussehen wollte“, räumt Peters ein. „Die Lippen wirken durch die Schwellung einfach unnatürlich voll. Aber das geht spätestens nach zwei Tagen vollständig zurück.“

Die Patientin hat nach dem Eingriff keinerlei Beschwerden, nur einen kleinen blauen Fleck an der Oberlippe – „den konnte ich aber ganz leicht mit Make-up kaschieren“. Das Ergebnis hält acht bis zehn Monate lang an, der Effekt geht langsam zurück, es handelt sich also um einen unmerklichen und natürlich wirkenden Abbau. Mit dem Ergebnis ist sie sehr zufrieden. „Wenn das Gesicht ab dem unteren Drittel, also dem Mund, zu altern anfängt, sieht man oft mürrisch aus“, sagt sie. Die volleren Lippen hingegen verleihen ihr ein sympathisches Aussehen. „Das Ganze ist sehr gut für’s Selbstbewusstsein“, freut sie sich und erzählt, dass sie auch schon Komplimente für ihr frisches und strahlendes Aussehen bekommen hat. Dass es an den Lippen liegt, darauf sei allerdings niemand gekommen.

Foto: One bird/Shutterstock.com

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