Anti-Aging Hair Care

Haare senden Signale– Sind Blondinen bevorzugt?

Schönes Haar macht gute Laune, ein „Bad Hair Day“ kann die Stimmung vermiesen. Haare sind Ausdruck unserer Persönlichkeit. Ob wir uns gut fühlen oder am liebsten verkriechen würden, hängt nicht zuletzt von unserer Frisur ab. Haare senden Signale und sind gleichzeitig Spiegel der Seele. Ein haariges Verhältnis…

Der Mensch und seine Haare, das ist eine intensive, allerdings keineswegs konfliktfreie Beziehung, die jeden Morgen vor dem Badezimmerspiegel neu entschieden wird. Wer eine Naturkrause hat tut alles, damit die Haare schnittlauchglatt werden. Glatte Haare wiederum werden mit aufwendigen Techniken in eine lockige Form gebracht. Lohnt sich der Aufwand?

Allerdings! Denn wie jemand wahr genommen wird, hängt ganz entschieden von dem Zustand seiner Haare ab. Jede Frisur, jedes Styling sendet psychologische Signale aus und verrät etwas über den jeweiligen Menschen. Am gründlichsten hat diesen Zusammenhang der Persönlichkeitspsychologe Reinhold Bergler in seinen „hair language-Studien“ untersucht. Danach sind Haare Schlüsselreize des ersten Eindrucks: In Sekundenbruchteilen scannen Menschen, wenn sie auf eine fremde Person treffen, Gesicht, Kleidung und eben auch die Haare. 70 Prozent der Männer finden die Haare einer Frau im Vergleich zu anderen optischen Reizen wichtig, bei Frauen ist der Prozentsatz noch höher. Die Beurteilung eines Menschen über den Zustand seiner Haare geht laut Bergler sogar so weit, dass Männer meinen, aus den Haaren einer Frau herauslesen zu können, ob sie intelligent, streitsüchtig oder verträglich, leistungsorientiert oder genussfreudig ist. Da überschätzen sich die Männer mit ihrer Alltagspsychologie allerdings, so die Meinung von Bergler.

Haare erzählen Geschichten

Die amerikanische Psychologin Marianne LaFrance von der Yale-Universität hat herausgefunden, wie Haarfarbe und Haarstyling zu Geschichtenerzählern werden: Frauen mit langen, blonden, glatten Haaren sind, so die Bewertung der Studienteilnehmer, am erotischsten, wohlerzogensten und wohlhabensten. Während man dem Frauentyp mit mittellangen, dunklen Haaren immerhin Sorglosigkeit und Altruismus zusprach, kamen die Vertreterinnen langer, dunkel gelockter Haarpracht durchweg schlechter weg: Sie wirkten am unintelligentesten und am wenigsten selbstsicher.

Blondinen haben mehr Sex

Gilt also tatsächlich bis heute das Motto: Blondinen bevorzugt? „Ja, diese tradierten Vorstellungen und Vorurteile halten sich hartnäckig“, erklärt Bergler. Eine Untersuchung der Universität Bochum brachte zu Tage, dass blonde Frauen bei Kontaktanzeigen weit mehr Antworten bekommen als Dunkelhaarige. Und eine Studie aus den USA behauptet sogar, dass sie häufiger Sex haben und bei einem Feldversuch in Süddeutschland zeigte sich, dass Blondinen bei Autopannen schneller geholfen wird.

Die Tatsache, dass Haare Signale senden, wird natürlich auch ganz bewusst genutzt. Es geht bei Frisur und Styling ja auch darum, was man mit seinem Haar ausdrücken möchte. Wer sich beispielsweise die lange Mähne zum raspelkurzen Schopf scheren lässt oder natürliches Blond rot überfärbt, der hat meist einen gravierenden Einschnitt in seinem Leben hinter sich, dies eine Beobachtung unter Friseuren. „Tatsächlich markieren viele Menschen einen Schnitt in ihrem Leben auch mit einem neuen Haarschnitt“, erklärt der Münchner Friseur und Haarspezialist Manfred Kraft.

Aufmacherfoto: Svetography/Shutterstock.com

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