Aesthetic Medicine

Bauch weg mit Liposuktion – eine schmerzhafte Erfahrung

Der Job in der stressigen Filmbranche, die Pfunde, die mit den Jahren kommen: Die Berliner Set-Architektin Petra Bernd* hat nach jahrelangen Abnehmversuchen die Hoffnung auf Sport und Diät aufgegeben und sich für eine Liposuktion an Bauch und Hüften entschieden. Hier ihr Bericht sechs Monate nach dem Eingriff.

„Dieses ewige Abnehmen! Es klappte immer wieder gut und erfolgreich, aber genauso sicher kamen die Rückschläge. Ich habe immer Angst vor einer OP gehabt, aber irgendwann konnte ich es einfach nicht mehr ertragen, meinen Körper nur zu kaschieren. Und als bei meinem Mindestgewicht der letzten 15 Jahre Bauch, Taille und Hüften unverändert prall blieben, habe ich mir einen Ruck gegeben und bin zu einer Berliner Chirurgin gegangen, die mir von einer Freundin empfohlen worden war. Die Beratung war ausführlich und sehr freundlich, aber rückblickend nicht die Beste. Ich wurde nicht auf den Schmerz vorbereitet, der mich erwartet hat.

Die Chirurgin hat wörtlich zu mir gesagt, das sei zwei Tage lang wie ein Muskelkater. Nichtsdestotrotz: Die OP wurde aus meiner Perspektive sehr professionell gemacht, gute Klinik, da gab es nichts auszusetzen. Ich fühlte mich sicher und geborgen, obwohl bei mir richtig viel gemacht wurde. Das waren 60 mal 60 Zentimeter, die bearbeitet wurden, das ist eine große Wunde von innen. Die OP hat drei Stunden gedauert, die Ärztin hat man Ende 600 Gramm Fettzellen weggepumpt.

Die Liposuktion war sehr schmerzhaft

Die ersten drei Wochen nach dem Eingriff waren grauenhaft. Ich hätte drei Wochen Urlaub draus machen müssen. In der zweiten Woche hab ich wieder angefangen zu arbeiten, aber ich musste gleich wieder aufhören, weil es einfach nicht ging, weil ich zu viele Schmerzen hatte, mich nicht bewegen konnte, nicht im Auto sitzen konnte. In dieser Zeit habe ich mit ganzem Herzen gedacht: Das war eine schlechte Entscheidung. Das war ein Fehler, ich habe mir geschadet. Ich habe das der Ärztin auch gesagt, sie meinte dann, das läge an der großen Fläche, das sei einfach kein Spaziergang. Sie hat mir damals das Gefühl gegeben, ich hätte dieses Wort ,Muskelkater’ nicht so ernst nehmen dürfen, ich sei naiv gewesen. Heute denke ich, dass sie mich einfach nur abbügeln wollte. Trotzdem kann ich auch sagen: Ich war dreimal dort nach dem Eingriff, und ich wurde sehr nett betreut. Die Ärztin hatte Geduld, hat mich beruhigt. Es war ein gutes Gefühl, mit einer Frau zu sprechen.

Nun aber, sechs Monate später, kann ich nur sagen: Es ist grandios. Der Effekt hat auf sich warten lassen, aber jetzt ist er da, ich fühle mich wieder eine Frau. Sechs Wochen lang musste ich noch ein Mieder tragen, und noch einen Monat später, etwa zehn Wochen nach dem Eingriff, gingen die Schwellungen endgültig zurück. Da hab’ ich gemerkt: Ok, diese Hose ist jetzt wirklich weit, und ich kann jetzt wirklich ein T-Shirt tragen.

Mit meinem Bauch bin ich heute happy

Ich bin immer noch kräftig, ich habe nicht Arme und Beine wie ein Model, aber ich fühle mich tausendmal wohler. Ich mag mich leiden, ich habe wieder eine Figur. Und ich kann mit dem Rest des Körpers auch viel besser leben, auch wenn er nicht perfekt ist. Ich fühle mich wieder wohl in meinem Körper, ich habe wieder eine Figur, ich bin kein… Wie soll ich das nennen – kein Rechteck mehr. Ich freue mich, wenn ich mich anziehe, ich freue mich, wenn ich im Spiegel sehe. Ich fühle mich wieder richtig wie eine schöne Frau. Und die Erinnerung an die Schmerzen habe ich verdrängt, weil ich sie verdrängen will. Das ist auch richtig so. Heute sage ich: Der Eingriff war ein Supercoup. Jetzt mag ich mich, jetzt stimmt das Bild.

Mein Fazit? Ich weiß, es klingt paradox: Hätte man mir vorher gesagt, was mich einerseits an Schmerzen erwartet, und wie zufrieden mich andererseits das Ergebnis machen würde, hätte ich den Eingriff nicht gemacht. Es war der Horror. Punkt. Vielleicht war meine Rekonvaleszenz so schwierig, weil ich schnell wieder arbeiten musste. Kann sein, dass die Schmerzen schneller abgeklungen wären, hätte ich mich wirklich geschont. So gesehen mein dringender Rat an alle, die über eine Liposuktion in dieser Region nachdenken: Nehmt Euch Urlaub, sucht Euch ein Setting, in dem Ihr umsorgt werdet. Aber tut es. Es lohnt sich.“

Anmerkung der Redaktion: Die Chirurgin erklärte auf unsere Anfrage, der Eingriff sei ohne Komplikationen verlaufen und die Probleme während der Down-time nicht ungewöhnlich.

Foto: Basheera Designs/Shutterstock.com

 

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